so glaubten früher die …. hier ist das Ende der Welt, am Capo der Finisterre.
Nun, da es heute morgen Mal wieder – ja – schüttete, aber das Wetter-Radar für die Küste am Abend ☀️ versprach, machte ich mich zeitig auf. Eigentlich war ich mit der jungen Julia, die da Koreanerin, eigentlich anders heißt, nun aber in Kanada lebt, zum Frühstück verabredet. Also ging ich vorher dich noch ins Pilgerbüro – irgendwie musste ich ja einen „Punkt“ setzen.
Ja, ich hab mir die Compostela geholt, eine persönliche über die gelaufenen km-Zahl – hier steht mein Name im übrigen auf lateinisch drauf: Brigi(t)schan Nicolan – Kerstin war offensichtlich dann doch noch einer zuviel – und kaufte mir noch gleich einen neuen Credential (Pilgerpass).
Julia und ich haben uns im Compostela-Dschungel nicht gefunden. Die Altstadt besteht aus unzähligen engen Gassen und ich lief sie beinahe alle ab, fragte mich durch aber dann war es Zeit zum Busbahnhof zu kommen. Denn …. Ich hatte den Regen satt – wen wunderts – und hatte beschlossen mit dem Bus zur ☀️ zu fahren. Mit 9,15 war ich dabei und bin nun in Cee, nahe bei Finisterre, genieße die Sonne und kann den Abend endlich mal gechillt am Meer verbringen. Lagerkoller hatte ich nämlich genug!
Morgen trete ich die vorläufig letzte Etappe des Jahres 2018 an.
Vielleicht treffe ich in Finisterre oder Muxia noch auf bekannte „Norte“ Pilger, würde mich freuen 😄
Meine heutige kleine Herberge liegt direkt am Meer und ich war, na klar, lecker „Rabas“ essen. Eigentlich müsste ich schon Tintenfisch-Arme haben 😉 aber der Vorrat muss ja einige Monate halten!
Hier ist es sehr ruhig, die meisten, die den sehr schönen Weg nach Finisterre gehen, laufen hier nur durch. Ich habe einen Hausschlüssel für die Herberge, um vier war hier Feierabend und der Hospilatero überließ uns (vier Pilger) unserem Schicksal.
Es ist schön, noch ein paar Tage zu haben, um langsam, ganz langsam wieder in die Zivilisation zurück zu kommen.
Man braucht nicht viel um glücklich zu sein, leider ist man nur in unserer Welt verdammt fremdgesteuert.
Ich bin daher sehr dankbar für diese Auszeit, die sicher erst der Anfang meiner Pilger-Karriere ist 😎
Bleibt dran, es kommen noch wunderschöne, sonnige Tage und ein leiser Abschied auf Zeit,
Brigischan Nicolan 😁