Eine kurze Etappe

Heute morgen regnete es, was sonst bei 15 Grad. Also Regenzeug über und los.

Zuerst ein steiler Anstieg mit anschließendem Blick zurück auf Luarca.

Obwohl der Weg danach eigentlich ganz schön zum Laufen war quälte mein kleiner Zeh immer stärker. Nach knapp 12 km dann Schuhwechsel. Als es aber nur noch bergab auf einer Schotterpiste ging, Pilger vor mir hinterließen eine schöne Botschaft, und jeder Schritt eine Tortur wurde,

dav

entschloss ich mich nächsten Ort nach dem nächstgelegenen Arzt zu erkundigen. Schließlich liegen noch ca 240 km vor mir.

Der Barbesitzer rief mir sofort ein Taxi, naja eigentlich einen Bus 🤣 brachte mir noch einen Kaffee und wünschte mir Glück. Das war das schnelle Ende meiner heutigen Etappe.

sdr

Er fuhr mich zum 7 km entfernten Navia ins Centro de Salud, trug stöhnend meinen Rucksack 😂 und stütze mich obwohl ich die durchaus noch laufen konnte!

Die Riesenblase am Zeh war tatsächlich schon entzündet und wurde kurzerhand mit einem kleinen Schnitt geöffnet und versorgt. OK, ich lief darauf ja auch schon seit drei Tagen herum.

Als Belohnung für meine Tapferkeit habe ich mir neue Schuhe gekauft, gleich eine Nummer größer und wasserdicht 😎 die fehlenden km habe ich mit einem Rundgang durch Navia nachgeholt und der Zeh gab in seiner neuen Behausung auch keinen Mucks mehr von sich – wehe auch!

In der neuen sehr schönen Herberge haben wir uns vier Mädels, sie kamen wieder klatschnass an, wieder getroffen und einen lustigen Abend gehabt. Wer nun mehr Qualen hatte bleibt offen.

Morgen wollen wir 30 km rocken und uns bis Ribadeo durchschlagen um uns vom Meer zu verabschieden. Traurig, aber bei diesem Wetter nicht ganz so schlimm.

Ach ja, ich weiß jetzt auch wo Villarriba ist 😉

Bis morgen, zum Abschied vom Meer, buenas 🌅

Hinterlasse einen Kommentar