Tag 15

Habe die große 32 km Etappe heute super gemeistert.

Den grünen dicken Zwerg habe ich zurück gelassen, nachdem ich gestern beim Aufstieg auf ihn trat, weil er vorne viel zu lang war. (es handelte sich hierbei um mein Regencape, siehe letzter Beitrag) Abbruch kurz vor dem Ziel wegen kaputter Knochen, weil man über einen grünen Zwergenumhang stolpert, wäre doch saublöd. Dann lieber klatschnass, aber ans Ziel kommen 😉

Da es heute nur Nieselregen gab war es fast schon perfektes Pilgerwetter. Dazu kamen wunderbare Landschaften, wie die Heideebene.

Ich war allein unterwegs, aber nicht einsam. Meine Weggefährten waren eine herrliche Landschaft, die Geräusche der Natur und ihre Bewohner.

Und nicht zu vergessen, ich habe so viele liebe Wünsche von Familie, Freunden und Kollegen im Gepäck, dass ich fast zusammen breche 🤣 Danke, dass ihr alle bei mir seid!

Ich bin nun in Sobrada, ca 60 km vor Santiago und das Wetter verspricht endlich besser zu werden. Wir sind in einer großen Herberge und haben in einem Cafe Lecker gegessen.

Trotz aller Schlichtheit und vieler verlassener, verfallener Gebäude gibt es auch kreative Bemühungen der verbliebenen Einwohner ihre Umgebung lebenswert zu gestalten.

Inzwischen kennt man so viele Menschen, dass die Abende sehr kommunikativ sind und auch unterwegs heißt es immer wieder „Hola“ und die Frage „You’re fine?“

Morgen vereinigen sich drei Pilgerwege, die Infrastruktur wird dichter. Das Pilgernetz um Santiago de Compostela zieht sich zusammen. Zurzeit erreichen täglich ca. 500 Pilger Santiago.

Jetzt heißt es Bettruhe, Ohrenstöpsel rein (der erste beglückt uns bereits mit lautstarken Schlafgeräuschen) und Kraft tanken für den nächsten Tag!

Hasta mañana…

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