Sobrado – ein relativ kleiner Ort aber mit einem geschichtsträchtigen und beeindruckenden Kloster!


Dieses Kloster, dass auch 120 Pilger beherbergen kann, ist wahnsinnig groß und leider nicht vollständig restauriert. Da uns allerdings bewusst war, dass es bei diesem Wetter kalt und feucht in so einem alten Gemäuer sein würde 😵, haben wir eine private Herberge am Ort aufgesucht. Ein Fehler, wie sich nach einer schlaflosen Nacht mit 24 Mitbewohnern – in einem trotzdem kalten, kleinen und hellhörigen Raum herausgestellt hatte. Ich stand kurz vor der Anklage wegen Mordes den Camino abbrechen zu müssen, als zu allem Überfluss auch noch ein Handy um fünf Uhr früh den Weckruf startete damit eine Pilgerin – völlig überflüssigerweise – um halb sechs lärmend den Schlafsaal verließ. 💣
Nach dem Besuch des Klosters und einem schnellen Pilgerfrühstück für 3,50 Euro (top!), ging es heute leider ausschließlich auf Asphaltpisten total unspektakulär nach Arzúa.
Zum Wetter kommen wir später…
Inzwischen haben sich die Pilger vom Camino Primitivo dazu gesellt, die wenigen Bars platzen angesichts der Wetterlage – sorry, zu früh…- vor Wärme-hungrigen Menschen aus aller Welt.
Doch dann der ersehnte erste Wegweiser entlang des Camino, der ein wenig Hoffnung aufkeimen ließ, immerhin einen Erfolg verzeichnen zu können.


Wir nahmen es mit Humor und schmückten uns in kurzen trockenen Momenten (maximal Minuten) mit den „Vorboten“ des Sommers.
Mit diesem Bild des Sommers 2018 in Galicien verabschiede ich mich heute, schlüpfe in meinen warmen Schlafsack in unserer kleinen gemütlichen Herberge der Altstadt und träume von trockenen Merino-Socken.

Buena Noche und liebe Grüße und heiße Deutschland!