El Fin de Camino del Norte 2018 – km 0,00

Wir schreiben den 12. Juni 2018, der Tag an dem ich meinen ersten Camino beenden werde.

Santiago war eigentlich „nur“ die Zwischenstation. Das Capo de Fisterra ist der eigentliche 0,00 km Endpunkt. Und wie man früher glaubte „das Ende der Welt“.

Aber bis es soweit war, verabredeten Sevda und ich uns zum ausgedehnten Frühstück, schließlich trennten uns nur noch knapp 3km von Fisterra oder „Faro“, wie es hier heißt.

Danach folgte ein Rundgang über den üblichen Market und ein paar Fotoshoots bei endlich Mal trockenem Wetter.

Dann spazierten wir langsam Richtung Faro, mit leichtem Gepäck, denn schließlich hatten wir ja nun Urlaub.

Und dann waren wir an der Stelle, wo der 0,00 km Stein steht. Ein tolles Gefühl, es brach aus uns heraus, wir fielen uns in die Arme und wünschten uns alles Glück dieser Erde und schwörten uns alles Traurige hier zurück zu lassen.

Danach trennten wir uns um jeder für sich diesen Augenblick für sich selbst erleben zu dürfen.

Ein ganz persönlicher Moment den man mit niemandem teilt.

Auf dem Felsen trafen wir uns wieder, die Zeit bestimmte den Augenblick und saßen lange mit Blick auf den weiten Atlantik und genossen.

Nur ein knurrender Magen und menschliches Bedürfnis ließ und irgendwann weiter gehen. Ich glaube, ich hätte hier sonst ewig sitzen können!

Natürlich durfte der letzte Stempel in meinem Pilgerpass nicht fehlen, dieser ist nun „completo“ und ein schönes Andenken an eine lange Reise ins Leben. Der 0,00 km – Stempel fand nur noch auf der Innenseite ein kleines Plätzchen.

Wir gingen zurück um ein ausgiebiges Menü del Dia zu nehmen, 12 Euro für 3 Gänge eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser! Pilger müssen mit Energie versorgt werden 🤔

Ich habe schon vom traditionellen Sonnenuntergang am Faro berichtet. Also, die Sache ist die. Wenn du tagelang, nein Wochen, im Regen herum läufst und sich dann endlich – wenn du km 0,00 erreichst, die Sonne tatsächlich noch einmal durch die Wolken quält – dann musst du eine Entscheidung treffen!

Wir trafen sie ganz nach Bauchgefühl und verbrachten den Abend lieber am Strand. Dass sich das gelohnt hat seht ihr hier:

Aber wie schon eingangs zu lesen ist, beginnt der Camino erst an seinem Ende – heißt, auch dieses Jahr werde ich um viele Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse reicher nach Hause kommen und sicher, ganz sicher wird dieser Camino nicht mein letzter gewesen sein.

Sevda schenkte mir am Strand „meinen Sonnenuntergang“, auf den ich heute verzichtete. Ein kleiner Magnet, aber ein großes Geschenk für mich. Danke 😍, denn es sind die ganz kleinen aufmerksamen Dinge, die Großes vollbringen!

Die Reise ist aber noch nicht zu Ende. Morgen fahre ich mit dem Bus – ich habe jetzt Urlaub 😎 – nach Muxia.

Begleitet mich noch ein Weilchen dorthin und bis nach Hause, das wäre schön 😘

Hinterlasse einen Kommentar