Rashid, Aquila Game Drive & Winery

Diese Tage sind so vollgepackt mit Eindrücken, Emotionen, Gesprächen und Begegnungen, dass ich kaum in den Schlaf finde. Da wir eh die meiste Zeit unseres Lebens verschlafen akzeptiere ich einfach meinen heutigen müden Zustand nachdem uns die Weckrufe unserer Handys ab 05:30 h ans Aufstehen erinnern.

Denn gerade jetzt ist jede Stunde kostbar und wie jeden Tag hier steckt mich die gute Laune, Freundlichkeit und Humor der Menschen hier, die sich um das Wohl der „Reichen“ Touristen kümmern immer wieder an. So zum Beispiel heute Morgen an der Tankstelle. Den Leihwagen konnten wir am gestrigen Abend nicht mehr zurückgeben, ein Volltanken nach Sonnenuntergang war uns Mädels aus Sicherheitsgründen suspekt. Auch wenn wir meist an der Waterfront unterwegs sind, ist höchste Sicherheit geboten: Taschen immer vorne am Körper, Auto sofort innen verriegeln und auch für Kurzstrecken am Abend den UBER nutzen!

Zurück an die Tankstelle. Beim Befahren stürzen sofort drei hektisch winkende Servicekräfte auf uns zu und dirigieren uns an eine freie Säule. Binnen Sekunden erhöht sich die Zahl auf fünf und sie fangen mit breitem Grinsen und Lachen an, sämtliche Scheiben des Wagens rundherum zu reinigen. Meine Tochter Sveva übernimmt in der Zwischenzeit den Tankvorgang.

Als ich ihm dieses Foto zeige, trommelt er seine Kollegen zusammen. Freut sich wie ein kleines Kind und sie winken fröhlich als wir die Tankstelle verlassen.

Uns ist bewusst, dass diese Menschen mit ihrer Dienstleistung auf Trinkgelder angewiesen sind. Also alles dafür tun, um uns zu „gefallen“ Man merkt aber ganz deutlich auch an ihrer Ausstrahlung dass sie ihren Job ernst nehmen und es für sie nur ein Ziel gibt: den Kunden zufrieden zu stellen und zwar weit darüber hinaus!

So auch unser local Tour Guide Raschid der uns heute als Guide zur Verfügung steht. Er ist es, der uns überpünktlich von der Autovermietung abholt und zum „Game Drive“ bringt. Eine kleine Lodge mit Safari Park. Nicht zu vergleichen mit einem großen Ressort aber mit echtem Safari-Feeling.

Aber nicht zu schnell. Zuerst lenkt Rashid seinen Wagen mit seiner wertvollen Fracht aus Deutschland gute zwei Stunden ins Landesinnere durch Berghänge hindurch Richtung Norden. Bei Ankunft managt Rashid alles für uns. Wir bekommen ein reichhaltiges und leckeres Frühstück in der Lodge zur Stärkung für einen heißen langen Tag. Um 10:00 klettern wir in den großen Jeep und los geht’s. Wie sich das auf den Wegen durch das Reservat bei 30 Grad anfühlt könnt ihr euch vorstellen. Aber. Es hat sich voll gelohnt, alle Strapazen nach einer sehr kurzen Nacht, eine sehr lange Fahrt auf der Autobahn und das immer unter einer krassen logistischen Zeitplanung.

Wir haben sie gesehen – in freier Wildbahn, sagenhafte vier der „Big Five“ … and more!

Nach ca. zwei Stunden erfrischen wir uns bei einer kleinen Pause mit einem Glas Sekt.

Die Löwen erklärt uns unser Guide sind in einem gesonderten Reservat. Zu klein der Park, um sie mit den anderen Tierarten zu halten. Das natürliche Gleichgewicht würde hier nicht funktionieren. Schließlich sind es Raubtiere.

Da sie auch bereits seit zwei Tagen nicht gesichtet wurden und die Chance, sie heute zu sehen daher äußerst gering ist, sind wir – und auch der Guide – sehr überrascht als dieser plötzlich nach einem Funkspruch das Tempo erhöht.Die Löwen präsentieren sich direkt am Ende ihres Reviers. Unbeirrt von den Fahrzeugen dösen sie im Schatten des Zauns. Urplötzlich kommt Bewegung in die Tiere, es wird kurz die Platzherrschaft „diskutiert“ und zum Höhepunkt ist tatsächlich noch Liebe im Spiel…oh wow!

Ganz zum Schluss finden wir noch die Giraffenfamilie, die leider gerade regungslos in ihrem Power-Nap verweilen. Merkwürdig anmutende Haltung für ein Nickerchen finden wir. Aber, echte Fressfeinde haben sie hier ja nicht.

Kleines besonderes Highlight war noch ein Pillen drehender Mistkäfer, der übrigens erstaunlich schnell seine überdimensionale Futterkugel im Rückwärtsgang vor sich her – oder heißt das dann hinter sich her (?) rollt.

Nummer fünf der Big Five, der Leopard, ward nicht entdeckt. Es gibt sie aber sie zeigen sich such hier im kleinen Park sehr selten.

Zurück im Lager gibt es ein Lunch. Unser treuer Freund Rashid erwartet uns bereits und wir vereinbaren eine zeitnahe Weiterfahrt. Wir verlassen diese schöne Lodge – in der man auch übernachten und eine Reitsafari machen kann – da wir noch ein Weingut besuchen möchten. Rashid ist ein erfahrener Guide und so finden wir zwei Telefonate später noch ein Weingut, das wir auf dem Rückweg anfahren können und Rashid für uns sogar noch eine Weinprobe organisiert.

Nur fliegen ist schöner oder so ähnlich würde ich die Fahrt dorthin beschreiben.

Punkt vier erreichen wir das Weingut, haben eine schöne Weinprobe und das Gut zwei Stunden später drei glückliche Kunden mehr. Der Einfachheit halber lassen wir liefern, denn nicht vergessen: wir sind mit Handgepäck unterwegs!

Nun aber zurück nach Kapstadt. Und da wir jetzt wirklich zu müde für ein ursprünglich geplantes typisch afrikanisches Essen sind, schlendern wir heute Abend nochmal an der Waterfront entlang und lassen uns dort in gemütlicher Atmosphäre fangfrische Muscheln und Garnelen schmecken.

Wieder ein Tag voller Eindrücke und Erlebnisse, mehr geht wirklich nicht. Und wir stellen fest: Rashid ist der beste Guide, den Du in Kapstadt haben kannst. Ich kann ihn nur weiter empfehlen:

Explore Cape Town: WhatsApp +27 83 954 6069

Thank you so much Rashid, for such a wonderful day !

Hinterlasse einen Kommentar