Signal Hill

Heute am Rückflugtag haben wir fest den Tafelberg im Visier. Sitzen beim Frühstück und planen die Logistik des letzten Tages in Kapstadt. Wir buchen die Tickets vorab online, dann wollen wir mit einem UBER zum Tafelberg. Auf dem Rückweg lassen wir uns am traditionellen Green Market absetzen. 15:30 zurück im Hotel. 16:00 Pickup der Crew zum Airport. So der Plan. Gegen Mittag soll es recht windig werden….und wie oft kommt es ganz anders!

Der Wind kommt früher als angekündigt. Heftig bläst er durch die Waterfront. Die unausweichliche Antwort darauf lautet: der Tafelberg ist geschlossen!

Eine Alternative muss her. Meine Tochter bekommt vom Hotelpersonal den Tipp mit dem Auto – also UBER – auf den Signal Hill zu fahren. Eigentlich nur ein Perspektivwechsel. Nun schauen wir auf den Tafelberg und haben dazu einen 360 Grad Rundumblick auf die West- und Ostseite des Signal Hills.

Wir fragen einen Fahrer an und sind startklar. Dachten wir. Noch keine 5 Min. später werden wir von der Polizei angehalten? Wir ahnen es…als der Fahrer uns bittet nicht zu erwähnen dass es eine UBER Fahrt sei.

Der Fahrer muss aussteigen. Wir fragen freundlich nach wann es weitergehen kann…Heute Abflug, wenig Zeit und so…. Da erklärt uns ein Polizist dass man sich um einen neuen Fahrer für uns kümmern werde.

Ok, sehr freundlich, in Deutschland würden wir uns selbst überlassen sein denken wir noch. Dann die absolute Überraschung. Der Polizist erklärt uns, dass dem Fahrer die Lizenz zum Personen Transport fehle und man ihm das Auto Konfisziere. Ergo führe er uns jetzt mit dem Wagen auf den Signal Hill. Krass. Er ist überaus freundlich und wir erfahren dass er deutsche Vorfahren hatte. Die Frage nach einem Selfie mit uns verneint er selbstverständlich! Not allowed! Also kein Foto (was ich sowieso nicht hätte online stellen dürfte)

Das ist eben auch Afrika. Wie schon gestern beschrieben ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen hier kaum zu übertreffen.

Vom Signal Hill dann haben wir eine fantastische Aussicht auf Kapstadt, den Tafelberg, Robben Island (wogegen wir uns aus Zeitgründen entschieden hatten) und die Camps Bay wo wir den Sundowner erlebt hatten.

Der „neue“ und legale UBER Fahrer dann bringt uns zurück zum Hotel. Wir setzen Anne ab, die sich auf den Flug vorbereiten muss und gegen einen kleinen Aufschlag bringt er meine Tochter und mich noch zum Orangezicht City Farm Market ganz in der Nähe der Waterfront.

Wir schlendern durch die Markthallen, kaufen das ein oder andere kleine „Andenken“ und essen hier immerhin noch typisch afrikanische Samosas.

Durch die Waterfront Malls geht es zurück in Richtung Hotel, wir schauen noch im Afrika-Museum kurz vorbei und nehmen so Abschied von Kapstadt.

Stop. Noch nicht ganz. Heute können wir es ganz gechillt ausklingen lassen. Also wie wäre es mit zwei Drinks in der Roof-Top Bar und einer kühlen Erfrischung im Meerwasser Pool?

Perfekte Idee und schon genießen wir die letzte Stunde unter der Sonne Afrikas!

Und dann wird es doch nochmal spannend. Mit der Crew fahren wir im Crew-Bus zum Flughafen, checken dort direkt mit ein und bekommen unsere Bordkarten. Dann trennen sich unsere Wege. Wir sind wieder im Touristen-Status. Ich falle an der Sicherheitskontrolle einem turnusmäßigen Check zum Opfer und dann finden wir uns auch noch in einer meterlangen Schlange, deren Ende nicht erkennbar ist, wieder. Internationale Passkontrolle. Eine geschlagene Stunde tippeln wir vorwärts ohne zu wissen ob und wie wir das jemals schaffen sollen. Die Nerven sind angespannt. Endlich erhöht man die Anzahl der Beamten, aber da haben wir es auch fast schon geschafft. Die Frage des Beamten „you did arrived with this passport?“ löst bei mir kurze Panik aus. Haben wir ja grüne vorläufige Pässe aber JA – sure – auch einen Einreisestempel – zum Glück!

Geschafft. Völlig entnervt erreichen wir das Abfluggate.

Der Rückflug heute verläuft äußerst ruhig. Wir sind bestens versorgt und erleben einen fantastischen Sonnenuntergang über den Wolken.

Morgen früh erreichen wir wieder den Heimathafen Frankfurt. Nach 11,5 Stunden Flugzeit. Landung bei 2 Grad Celsius. Brrrrr.

30 Grad Celsius: Wir hatten ein traumhaftes Wochenende in Cape Town / Kapstadt. Es war etwas besonderes als die sogenannten „Travel Buddies“ und für mich, der ja eher lieber mit beiden Füßen auf dem Boden bleibt die Chance mir selbst einen lang ersehnten und nie verwirklichten Traum zu erfüllen!

Danke Anne!

Danke meiner Tochter Sveva fürs Mitkommen!

In Kapstadt wird es heute regnen.

Wir aber hatten ein unvergessliches Wochenende unter der Sonne Afrikas!

Hinterlasse einen Kommentar