Wo bin ich?

Ist schon komisch, wenn man sich so auf eine Insel wie Sylt freut und dann in der Nacht ankommt, das Wetter grau und trist, kein Mond, keine Orientierung, das Meer während der Ebbe nur schemenhaft erkennen kann, und wenn man noch einen Tag mehr warten muss, wo man eigentlich „gelandet“ ist.

Jede freie Minute werde ich die Gegend erkunden, zum Strand sind es 3 Minuten, das geht immer. Auch mit Ölzeug (so heißen doch Regenjacke und Co. im Norden?) Und. Ich kann nur bestätigen, worüber ich gestern nachgedacht habe: es ist herrlich hier zu dieser Jahreszeit. Wenige Menschen, viel Natur und viel frische Luft. Totale Entspannung.

Heute bleibt sogar noch Zeit für einen Spaziergang nach Westerland. Erst an den Dünen entlang, dann zur Strandpromenade, pardon KURpromenade und noch ein Stückchen weiter, bis der Holzweg schließlich aufhörte und man an den Strand herunter musste. Das gebe ich mir heute nicht mehr.

Es ist brutal anstrengend im Sand zu laufen und bei auflaufendem Wasser ist es manchmal riskant auf dem festen „Wattboden“ zu laufen. Man könnte schnell im Wasser stehen 🙂

Oder ? Ja, oder man zieht einfach Schuh‘ und Strümpfe aus. Wenige tun das auch bei 8 Grad Wassertemperatur. Brrrrr. Ich fürchte, ich gehöre nicht dazu. Aber wer weiß schon, auf welche Ideen ich in den nächsten drei Wochen hier noch komme. Langweilig wird es mir jedenfalls nicht. Bislang nur der Leseabend von einer Sylterin ….den ich dann auch verließ und lieber meine eigenen Gedanken zu Papier – äh – Blog bringe.

Vergessen zu erwähnen möchte ich nicht, dass ich meinen damals auf dem Jakobsweg mir selbst angenommenen Auftrag der Tierrettung, wann immer ich unterwegs bin, sehr ernst nehme! Auch heute war ich achtsam unterwegs und rettete einen kleinen Seestern aus dem ablaufenden Priel und ließ ihn wieder sanft ins Meer gleiten. Gute Reise und pass besser auf Dich auf!