Gut angekommen in Saint Malo blicke ich zurück auf das Abenteuer GR34 – Den Zöllnerpfad im Abschnitt von Le Mont Saint Michel nach Paimpol.
Gelaufen in 15 statt geplant 14 Etappen 👣 km 299 (den 1 mache ich morgen noch) 👣 Blasen: keine ☺️ 👣 öffentliche Verkehrsmittel so gut wie nicht vorhanden – daher 2xTaxi (wegen Krankheit) 👣 „Natur-Treppenstufen“: unzählige 👣 Höhenmeter ca. 2600 👣 übernachtet in Hotels, Jugendherbergen, Airbnb, FeWo, Gîtes, das was gerade noch bezahlbar war 👣 Vom Weg abgekommen nur 2x 👣 Umwege: etliche, fast täglich zum Supermarkt/ zur Unterkunft/ zum Restaurant👣getroffene Nationalitäten: insgesamt äußerst wenig, davon Frankreich, 1x Belgien, Deutsche: keinen 😞 👣 das Wichtigste Wort: Bonjour 👣 der wichtigste Satz meinerseits „ Je ne parle pas français „ und Merci Madame/Monsieur und süpär 😂
Ich habe den GR34 unterschätzt. Trotz weniger Höhenmeter (max 90m) aber ständigem auf und ab auf teils unwegsamen, steilen Gelände ist er sehr anstrengend und Kräfte zehrend. Dazu kamen Sonne und extremer Wind und Regengüsse. Die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig. Auf dem Weg kaum bis gar keine Einkaufsmöglichkeiten. Wenig Bars und Restaurants. Ab August schließt fast alles. Es gibt keine Drogerien in Frankreich, viele Medikamente (z.B. bei Erkältung Nasenspray) gibt es nur auf Rezept! Erschwingliche Unterkünfte meist nur jenseits des Weges. Zudem sehr hochpreissig, aber äußerst niedriger Standard (4x im Schlafsack geschlafen 😖) Eine sehr gute Vorplanung ist daher unbedingt frühzeitig notwendig, geht man ihn ohne Zelt. Wenig frequentiert auf langen Abschnitten, daher auch keine Wanderführer oder Etappenplanungen vorgegeben und/oder verfügbar. Dafür aber insgesamt gut ausgezeichnet. (Rot-weiß). Die Sprachbarriere. Die allerwenigsten sprechen englisch, maximal in guten Hotels, selbst Airbnb-Anbieter sprechen kein Englisch. Taxifahrer nur wenige Worte. Alle, mit denen ich kommunizieren musste quatschten ungehemmt französisch mit mir und warteten darauf, ob ich sie verstehe?! Auf ein Schulterzucken und „Je ne comprends pas“ (im übrigen der 2. wichtigste Satz) stand Ihnen Ratlosigkeit im Gesicht und das Gespräch war einfach beendet, wenn sich niemand fand, der mit etwas englisch aushalf oder ich Deepl zur Rate zog. 🤷♀️
Landschaftlich glaube ich wird er immer besser und interessanter je weiter man in Richtung Süden wandert. vielleicht auch ein Grund warum mir mehr entgegen kamen als mit mir gingen.
Und wenn ich euch heute ein Bild schicke, aufgenommen von der Altstadtmauer Saint Malo (da hatte ich bereits ca 46 km hinter mir) auf dem man in der Ferne das Cap Frehel sieht, an dem ich Tag 7 war (drei Tage später) da wird einem bewusst, welche Entfernungen man zurück legen kann- zu Fuß. Ein bisschen Stolz kommt da schon auf 🙈.

Ich bin froh, dass ich ihn gegangen bin, wenn auch vielleicht nicht weiter aus vorgenannten Gründen. Es war auf jeden Fall wieder einmal eine großartige Erfahrung, die ich immer gerne teile!
Wenn ihr Fragen zum GR34 habt oder ihn auch gehen wollt meldet euch gerne unter meiner eMailadresse. Ich gebe gerne Auskunft über diesen Blog hinaus, weil ich selbst weiß, wie wichtig Tipps sein können.
Heute aber habe ich mir Saint Malo und die Altstadt angeschaut. Morgen bin ich hier noch privat zum Ausklang 😆
Ich sage Au revoir und bis hoffentlich bald, wenn es heißt „Birgit läuft wieder“ 👣👣
Bleibt gesund und munter und habt Spaß am Leben, so wie es euch gefällt!



















