Die Bank bleibt heute leer. Ich verlasse Langeland
Noch in weiter Ferne die letzte meiner dänischen Inseln, Lolland, die ich an der südlichen Küste bewandere. Dachte ich gestern noch …
Heute sieht die Welt anders aus, oder besser, der Wettergott hat seine Meinung geändert. Morgen wieder nass von oben mit Donnerschlag und Blitz am Abend. Ich checke kurz meine Möglichkeiten und vertage eine Entscheidung auf später.
Um kurz vor acht stehe ich an der Fähre. Ich fahre unglaublich gerne Fähre, übers Wasser ganz gemächlich und immer das Festland (in diesem Fall eine Insel) fest im Blick. Ich könnte Fährfrau werden im zweiten Bildungsweg? Scherz 😂



Aber ich genieße die Überfahrt bei ruhiger See und Sonne. Mit mir eine Finnin, die in Freiburg studierte, nun in Kopenhagen lebt mit ihrem Freund. Sie radeln. Wir haben einen Interessanten Austausch!
Drüben angekommen radeln sie mit einem fröhlichen „viel Spaß noch“ an mir vorbei. Während sie schon fast an der nördlichen Küste sind, drehe ich noch nahe des Anlegers im Zickzack meine Schleifen. So ist das mit der Langsamkeit des Wanderns. Aber mir entgeht fast nichts – die kleinen Dinge des Weges sind es, die das Wandern zu einem ganz intensiven Erlebnis machen.



Auch hier in der „Einöde“ der Kornfelder kann es langweilig werden, muss es aber nicht. Fröhliche Radfahrer grüßen mich, Tiere beäugen mich neugierig und von manchen höre ich „God Tur“, das dänische „Buen Camino“ 😎

Bereits um die Mittagszeit bin ich auf Augenhöhe mit Nakskov, mache aber noch einen Abstecher zum hiesigen Campingplatz und dem Strandbad Hestehoved, wo sich im Wind zwei Kitesurfer richtig austoben. Und heute ist es soweit: ich esse den wohl meistverkauften dänischen Hotdog. Den Fransk Hotdog.




Fazit: muss ich nicht nochmal haben …
Auf gehts zur B&B Unterkunft. Gefunden schnell, aber das richtige Zimmer und die Türen auf zu bekommen eine echte Herausforderung. Ein Anruf beim Vermieter klärt die Situation.
Ich bewohne eine große Wohnung mit Küche, Wohnzimmer und Terrasse in Zimmer Nr. 1. Meine Mitbewohner habe ich noch nicht gesehen.
Nach einer Dusche gibts Sightseeing, das Städtchen hat allerdings nicht viel zu bieten. Der Hafen stellt sich leider auch als ein Industrieller Hafen heraus. Schade.


Gefunden habe ich aber ein schönes Lokal, in dem ich draußen in der Sonne eine Fischplatte mein eigen nennen darf. Dazu einen Aperol Spritz und einen Vino. Hab ich mir verdient! Schließlich ist Feiertag!
Und morgen steht wieder eine Etappenänderung an. Die Entscheidung ist gefallen, die Hütte am Südstrand storniert, ein kreatives „Eigenheim „ im Danhostel Maribo gebucht.
Je nach Wetterlage werde ich den Bus nehmen. Im Süden gäbe es keine Alternative, außer 26 km im Regen auf zumeist asphaltierten Wegen zurück zu legen. Ich befinde mich nun abseits der Wanderwege.
Gelassen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben sehe ich dem nächsten Tag entgegen.

Wünsche dir noch einen schönen Aufenthalt mit gutem Wetter. Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du jetzt im Entspannungsmodus und willst weniger wandern Oder?
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Danke schön, so halb und halb , ist halt dem Wetter geschuldet. Hoffe auf einen nun sonnigen Abschluss, war immerhin mein „Jahres-Sommerurlaub“ 🙈 und ich freu mich auf ein paar Kilometer auf dem hiesigen Jakobsweg ♥️
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