Nach einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück breche ich zur allerletzten Etappe und damit dem Ausklang oder besser „Auslaufen“ auf.
Weiterlesen „Tag 14 …die letzten Meter“Kategorie: Gendarmstien & rund um die „dänische Südsee“
Tag 13 hat’s nochmal in sich
Ich habe mich wohl gefühlt in meine Röhre, wenngleich auch nachts noch einmal der Regen auf das Dach prasselt und in mir ein leichtes Unwohlsein verursachte.
Weiterlesen „Tag 13 hat’s nochmal in sich“Tag 12 Maribo statt Küstencamping
Wie gut meine gestrige Entscheidung war, zeigt sich heute. Ein Blick aus dem Fenster um 5:00 Uhr morgens bestätigt. Es regnet. War ja klar. Ich drehe mich noch einmal um, Doch es ist schon taghell und das lässt mich nicht mehr einschlafen. Die Nacht war ganz okay und so packe ich dann doch in aller Ruhe meinen Rucksack und beschließe, den Tag mit einem schönen Frühstück in einem Café zu beginnen. Davor checke ich noch einmal die möglichen Verbindungen nach Maribo. Bus oder Zug. Eh wurscht. Hauptsache trocken reisen.
Weiterlesen „Tag 12 Maribo statt Küstencamping“Tag 11 Letzter Stopp – Lolland
Die Bank bleibt heute leer. Ich verlasse Langeland
Noch in weiter Ferne die letzte meiner dänischen Inseln, Lolland, die ich an der südlichen Küste bewandere. Dachte ich gestern noch …
Weiterlesen „Tag 11 Letzter Stopp – Lolland“Tag 10 Off-Tag wider Willen
Der Tag startet mit – wie soll es anders sein – Regen! Ich lote meine Möglichkeiten für den heutigen Tag aus. Bei Dauerregen bin ich nicht wirklich gewillt, 24 km zu wandern. Ich werde die Strecke über den Fjord, der bis auf die kleine Kommune Siø rein aus einer doppelspurigrn Straße mit Seitenstreifen für Radfahrer und Fußgänger besteht, mit dem Bus queren.
Also habe ich noch in Ruhe Zeit einen Kaffee zu nehmen, meine wenigen Habseligkeiten im Rucksack zu sortieren, Fuß tapen und was zur Vorbereitung des Tages so anfällt. Die Regenmontur bleibt heute natürlich griffbereit, der Rucksack gleich in ein neonfarbenes Mützchen verpackt.
Weiterlesen „Tag 10 Off-Tag wider Willen“Tag 9 Tåsinge
In Troense ist Flohmarkt. Das ganze Dorf ist auf den Beinen. Vor fast jedem Haus wird Hab und Gut angeboten. sogar ich finde etwas, das ich nicht mitschleppen muss: einen herrlich kalten Eistee und ein bisschen selbst gemachtes Popcorn. Aber in Troense startete heute nicht meine Tour. Also noch einmal von vorn.
Weiterlesen „Tag 9 Tåsinge“Tag 8 Südfünen – vom Winde verweht
Mein AirBnB war sehr schön, doch geschlafen habe ich kaum. Das Schlafsofa mit Toppern viel zu weich und draußen tobte der Wind und es regnete unaufhörlich. Da galten die Gedanken der kommenden Etappe.
Weiterlesen „Tag 8 Südfünen – vom Winde verweht“Tag 7 Ein Engel auf Als
Gestern Abend noch habe ich mir ein Ticket für die Fähre nach Fünen gebucht. Online. 30 Minuten mindestens. Aber hey, ich habe es und um 10:00 Uhr legt die Fähre am Anleger in Fynshav ab.
Weiterlesen „Tag 7 Ein Engel auf Als“Tag 6 Der Alstien
In der Nacht haben mich die Gedanken um die Entscheidung umgetrieben. Als um 7:00 Uhr die Sonne durchs Fenster blinzelt und beide Wetter Apps einen halbwegs trockenen Tag versprechen (wider aller Prognosen) hatte ich eigentlich schon meine Entscheidung getroffen , ich bleibe. Apropos, manche sagen Wetter Apps sind blöde, stimmt. Sie treiben einen auf dazu Entscheidungen zu treffen, die noch gar nicht getroffen werden müssen, ziehen einen runter und können einem so richtig die Stimmung vermiesen. Ich habe diese Reise so lange geplant. Ich werde sie machen egal ob es regnet oder stürmt. Es wird immer eine Alternative geben.
Voll motiviert packe ich meinen Rucksack. Gehe nach unten ins Gasthaus. Bekomme ein wunderbares Frühstück. Die Sonne lacht noch immer und ich setze meinen Weg fort.
Der Weg des Alstien wie er nun heißt, führt erst einmal an dem Campingplatz vorbei zu dem die drei Wandergesellen von gestern Abend aufgebrochen sind. Weiter geht es hinunter zur Küste. Hier schier endlose Kilometer immer am Strand entlang auf einem kleinen winzigen Deich.

Die Sonne versteckt sich zwar immer mehr hinter Wolken, aber es bleibt trocken. Das ASS im Ärmel: ab Mommark Strand soll ein Bus fahren, nach Fynshav, Mein heutiges Etappenziel.
Mommark Strand und den kleinen Hafen erreiche ich auch nach ungefähr 12 km und gönne mir einen Aperol Spritz.

Ich beschließe weiter zu laufen. Der Weg führt nun im Zickzack durch Felder, Wälder, Wiesen und kleine Siedlungen. Leider größtenteils auf Asphalt, das merken meine Füße sehr schnell. Immer wieder aber geht’s hinunter an den Strand und leider auch hier immer wieder Steine balancieren und durch tiefen Sand wackeln. Oft ist der Weg von umgestürzten Buschwerk bis zur Wasserkante versperrt.



Steht da ein Badehaus? und offen ist auch noch! Perfekt zum Regenschutz rauskramen.
Vorher aber, ich vergaß beinahe, stehen auf einer Weide eine Stute mit ihrem Fohlen. So ein hübsches Fohlen, dass ich einfach nicht aus den Augen lassen kann und dann passiert es. Ich verpasse den Abzweig und lande auf einem Privat Hof. ich begehe einen schweren Fehler und suche eine Abkürzung. Das geht gründlich schief. Mir bleibt nur, mich 1,5 km durch ein Weizenfeld zu schlagen. Verzweifelt suche ich eine Spur eines Traktors, der das Laufen über den holprigen Feldboden einfacher macht und hoffe inständig, dass mich keiner dabei beobachtet wie ich durch das Feld pflüge.

Geschafft. Ich hab den Weg wieder gefunden und auch den Abzweig, den ich verpasst hatte. 1,5 km Umweg für nichts. Egal, nicht darüber nachdenken und weiter.
In strömenden Regen laufe ich mit meinem blauen RegenCape wie ein Blaukäppchen erst durch ungeschützte Wiesen, dann endlich durch Wald, der ein wenig Schutz bietet. Dort stoße ich auch auf alte Bauerngräber, sehr alte. Wirklich interessant! Sie sind einen Rundgang wert.


Gefühlt habe ich noch 10 km vor mir und wieder im Zickzack hoch und runter durch Tratschnasse Wiesen, Asphalt, Straßen und gefühlt verlassene Häuser. Ich treffe keine Menschen Seele. Und bitte bloß nicht nachschauen wie weit es noch ist. Langsam führe ich Selbstgespräche- eine Playlist habe ich immer noch nicht …

Und dann sehe ich in der Ferne endlich schon die Fähre, die auf den Anleger zusteuert. Ich muss kurz vorm Ziel sein. Motiviert, Schritt für Schritt stapfe ich weiter am Fähranleger vorbei noch durch einen kleinen Wald und dann stehe ich glücklich und erschöpft auf dem Campingplatz Naldmose. Ich gebe zu das war heute mit 28 km und dazu Regen eine echte Herausforderung.
Ich schlurfe – anders kann man es nicht mehr nennen – inzwischen wieder vom Wind trocken gepustet in die Rezeption. Der Besitzer Stefan schaut mich an und ich sage nur: ich bin Birgit und ziemlich fertig! Und er: witzig gerade habe ich mich gefragt, ob du noch kommst.
Er kann meine Gedanken lesen …. zuerst zeige ich dir deine Hütte. Dort hinten kannst du dann heiß duschen und wenn du magst, gibt es heute Flammkuchen und ein Glas Wein. Komm einfach vorbei. Welch ein Volltreffer! Überhaupt er ist supernett und der Campingplatz ist ein Fundstück!



Also richte ich mich in meiner Hütte ein, gehe lange und heiß duschen und habe einen richtig netten Abend in seinem winzigen Bistrobereich bei Flammkuchen, einem Glas Wein und netten Campern aus Köln, mit denen ich mich lange über das Reisen unterhalte.
Ein Rundgang noch am Strand – sogar die Sonne ließ sich noch mal blicken – und dann mache ich es mir in meiner Hütte gemütlich. Ein gelungener Abschluss eines anstrengenden Wandertages.
Morgen, ja morgen setze ich mit der Fähre auf Fyn über und setze damit meine Wanderung fort. Es kommt was kommt. Ich lasse mich darauf ein.
Adé Wetter-App ….Welcome Fyn!
Tag 5 Ende Gut – alles gut ?
Ich habe ihn gerockt – den Gendarmstien. Zugegeben keine große Herausforderung, flache Wege, einigermaßen gutes Wetter und gute Unterkünfte. Ein sehr schöner und abwechslungsreicher Wanderweg.
Weiterlesen „Tag 5 Ende Gut – alles gut ?“Tag 4 Genusstag in Sonderborg
Bei Sturm und Kälte bin ich erst spät eingeschlafen inklusive aller Klamotten und Mütze. Mein ultraleichter Sommerschlafsack hält dank Daunen laut Hersteller bis 12 Grad Celsius warm. Es waren definitiv weniger! Eingemummelt hoffte ich zumindest auf Windstille. Es Pfiff der Wind durch die Ritzen und die Zeltplanen bäumten sich auf.
Weiterlesen „Tag 4 Genusstag in Sonderborg“Tag 3 Die StrandundSand Etappe
Was soll ich sagen, ich kann Malenes Bed&Breakfast aufs wärmste empfehlen und das tue ich hiermit auch. Wann immer ihr in Brunsnæs Halt machen wollt, Malene ist einfach mit dem Herzen bei euch. Ihr findet Malene Gamdrup auf Airbnb oder schreibt ihr: magala@live.dk.
Weiterlesen „Tag 3 Die StrandundSand Etappe“Tag 2 God Tur
Übers Schlafen in meinem „Retro-Apartement“ möchte ich heute nicht schreiben. Es gibt hier nicht viel Unterkünfte entlang des Weges. Eine gute Planung ist gefragt, wer nicht mit Zelt reist oder im Shelter übernachtet.
Weiterlesen „Tag 2 God Tur“Tag 1 – Ankommen
Die Anreise nach Padborg verlief trotz brechend voller Züge – es war ja Feiertag – und Sparpreisticket erstaunlich reibungslos. Allein die Strecke Darmstadt-Frankfurt begleiteten mich Nena, Roland Kaiser, Micky Krause & Co. zusammen mit einer illustren Junggesellenabschiedsgesellschaft auf dem Weg nach Hamburg.
Weiterlesen „Tag 1 – Ankommen“Gendarmstien – und einmal rund um „Die dänische Südsee“
3, 2, 1 und los! Meine unbändige Sehnsucht nach Natur, Freiheit, Zeit mit mir selbst und ewig langen Wanderwegen führt mich in diesem Jahr nach Dänemark und an die Ostsee. Der Bürokalender im 1. Quartal brechend voll bis Ende Mai? Da hilft nur Motivation durch sofortige Anpeilung einer Auszeit, wie immer am besten am Meer. Gute zwei Wochen habe ich Zeit. Irgendwo da auf meiner Fernwanderliste finde ich den Gendarmstien. Auf der Suche nach einem Wanderführer, der mich inspirieren sollte, stelle ich fest, dass sich an den Gendarmstien der Alsstien und an diesen der Alsundstien anschließt. Aha. Umso besser. Nach meinem etwas verpatzen, von Krankheit geplagten Bretagne-Trail wünsche ich mir einen etwas entspannteren, eben gemütlicheren Trail. Ob sich das bewahrheitet, who knows! Es werden kaum Höhenmeter zu bezwingen sein. Klar. Aber genau das könnte auch herausfordernd werden. Dramatische und spektakuläre Küstenlandschaften werde ich suchen müssen, weitläufige Landschaften und gefühlt endlose Wege bis weit in die Ferne werde ich finden. Doch Dänemark verspricht auch reizvolle Ortschaften, wunderschöne Sonnenuntergänge und charmante Unterkünfte. Und nett sollen Sie sein, die Dänen. Alles „Hygge“ eben.
Wie immer eben ein Abenteuer. Immer am Meer entlang. Perfekt für „Strandläufer“ wie mich. Der Gedanke an eine Rundwanderung über die oben erwähnten Abschnitte der Wanderwege stellt sich allerdings für mich als nicht wirklich machbar heraus. Die dänischen Wanderwege sind zwar mit sogenannten Sheltern mit Feuerstellen aufgereiht wie an einer Perlenschnur bestens ausgestattet, in denen man mit kleinem Equipment wie Isomatte und Schlafsack geschützt die Nacht verbringen kann, für mich ist das aber nicht wirklich eine Option. Alleine in der Natur ohne schützende Außenhaut -auch wenn es nur die eines Zeltes auf einem Campingplatz in der Nähe von Zivilisation und erreichbaren Menschen wäre – also ohne dieses alles? Nein, Danke. Ungeschützte Körperteile, die nicht im Schlafsack stecken und freie Angriffsfläche für jegliches Getier bieten? Ich würde vermutlich kein Auge zubekommen. Das wiederum eine schlechte Voraussetzung für eine am nächsten Morgen geplante Ganztageswanderung.Es lag nahe, dass ich die umliegenden dänischen Inseln näher ins Visier zog und meinen Trailplaner Komoot zu Rate zog.
Ein paar Wochen und unzählige Umbuchungen später steht die Route. Nicht zurück zum Ausgangspunkt über den Alsundstien, sondern weiter Richtung Osten rund um das Fehmarnbelt, auch genannt die „dänische Südsee“ – klingt vielversprechend.

Ab Fehmarn und zurück auf deutschem Boden, habe ich beschlossen, meinen ganz persönlichen Bedürfnissen zu folgen. Natürlich insofern es die dann angebotenen Unterkunftsmöglichkeiten zulassen. Ab Puttgarden startet auch die Via Skandinavica in Richtung Thüringen. Ich werde also auf jeden Fall auch auf den Spuren der Pilger wandeln und freue mich schon auf die blaugelben Muschelwegweiser.
Und? Gespannt auf mein neues Abenteuer? Dann abonniert am besten meinen Blog – gebt die E-Mailadresse ein und erhaltet die aktuellen Reiseberichte direkt auf Euer Handy (kostenfrei).
Ich muss noch ein paar Dinge in meinem Rucksack verstauen, dann wäre ich eigentlich reisefertig und selbst sehr gespannt auf das, was mich in den nächsten Tagen in einem Land, das ich noch nicht kennenlernen durfte, erwartet.
Vi ses meget snart fra Danmark!
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Gendarmstien & die“dänische Südsee“