Als ich am Morgen aus meiner Tür heraus schaue, steht tatsächlich auf dem Parkplatz vor dem Haus ein Taxi? Ich habe fertig gepackt und klingele, um mich zu verabschieden noch einmal bei Muriel an der Haustür. Muriel bietet mir tatsächlich an, mich am Nachmittag nach Yffiniac zu fahren oder dass ich sie anrufen kann, wenn ich müde werden sollte.

Ich finde das sehr reizend aber dafür bin ich ja nicht hier. So mache ich mich auf dem Weg zurück zum GR 34.
Bis an die Flussmündung ist der Weg wie gewohnt ein auf und ab der Küstenlinie. Allerdings steht mir ein langer Weg entlang des Flusses bis ins Inland und wieder zurück bevor.


Überraschend telefoniere ich mit Markus, den ich von Portugal kenne und ich erinnere mich an meinen langen Umweg an meinem Geburtstag als alle anderen durch den Fluss gingen. Nur ich brav außen rum. Heute aber warnen etliche Schilder vor der Überquerung bei Ebbe. Also dann wieder einmal brav außen rum. 4 km Umweg durch den Wald. Meditatives Waldbaden. Was soll’s.


Auf der anderen Seite angekommen Machen sich unter ohrenbetäubendem Lärm eine ganze Armada von Amphibienfahrzeugen auf dem Weg in das Watt und zu den Muschelbänken. Zu gerne wäre ich da mit gefahren.


So wandere ich aber weiter immer in Richtung Yffiniac. Komme an Hillion vorbei und das Meer hat sich inzwischen komplett zurückgezogen.
Für das Auge heute eigentlich nichts besonderes. Im Herbst ein außergewöhnliches Gebiet für Zugvögel, von denen aber zu dieser Jahreszeit keine zu sehen sind.


Und wieder schlängelt sich der Weg einmal komplett in die entgegengesetzte Richtung, um danach wieder zurück in Richtung Yffiniac. Mäharbeiten am Weg stören die natürliche Ruhe, mir bleibt nichts anderes übrig als das zu respektieren denn schließlich profitiere ja auch ich davon. So grüße ich freundlich die Arbeiter, die ziemlich breit grinsend zurück grüßen. Offensichtlich haben sie mich dabei beobachtet wie ich mich durch den schmalen Pfad auf dem Damm kämpfte.
In Yffiniac angekommen, suche ich nach dem Supermarkt, der laut Google geöffnet hat. Ich stehe vor geschlossenen Türen. Super. Der nächste große Markt liegt noch einmal 20 Minuten entfernt. Da ich nicht verhungern möchte, muss ich dahin. Selbst die Pizzeria hat zu. Vor einer Bäckerei entdecke ich erneut einen Pizzaautomaten. Okay. Eine Alternative. Aber erst einmal schauen was noch so geht.

Tatsächlich stehe ich kurz darauf in einem riesigen Supermarkt und nach einer kurzen Diskussion mit der Security darf ich auch meinen Rucksack mit hinein nehmen. Das Abendessen ist gesichert und heute muss ich es auch nur noch zweieinhalb Kilometer auf den nächsten Hügel schleppen. Ich habe eine reizende, aber kleine Unterkunft Und sitze gerade im Garten und schreibe meinen Blog.


Highlight des Tages: das wieder hören von Markus, dass mich sehr zum Lachen gebracht hat. An dieser Stelle gute Besserung Markus und vielleicht auf ein Wiedersehen.





