Tag 11 Taxi – nein Danke

Als ich am Morgen aus meiner Tür heraus schaue, steht tatsächlich auf dem Parkplatz vor dem Haus ein Taxi? Ich habe fertig gepackt und klingele, um mich zu verabschieden noch einmal bei Muriel an der Haustür. Muriel bietet mir tatsächlich an, mich am Nachmittag nach Yffiniac zu fahren oder dass ich sie anrufen kann, wenn ich müde werden sollte.

Ich finde das sehr reizend aber dafür bin ich ja nicht hier. So mache ich mich auf dem Weg zurück zum GR 34.

Bis an die Flussmündung ist der Weg wie gewohnt ein auf und ab der Küstenlinie. Allerdings steht mir ein langer Weg entlang des Flusses bis ins Inland und wieder zurück bevor.

Überraschend telefoniere ich mit Markus, den ich von Portugal kenne und ich erinnere mich an meinen langen Umweg an meinem Geburtstag als alle anderen durch den Fluss gingen. Nur ich brav außen rum. Heute aber warnen etliche Schilder vor der Überquerung bei Ebbe. Also dann wieder einmal brav außen rum. 4 km Umweg durch den Wald. Meditatives Waldbaden. Was soll’s.

Auf der anderen Seite angekommen Machen sich unter ohrenbetäubendem Lärm eine ganze Armada von Amphibienfahrzeugen auf dem Weg in das Watt und zu den Muschelbänken. Zu gerne wäre ich da mit gefahren.

So wandere ich aber weiter immer in Richtung Yffiniac. Komme an Hillion vorbei und das Meer hat sich inzwischen komplett zurückgezogen.

Für das Auge heute eigentlich nichts besonderes. Im Herbst ein außergewöhnliches Gebiet für Zugvögel, von denen aber zu dieser Jahreszeit keine zu sehen sind.

Und wieder schlängelt sich der Weg einmal komplett in die entgegengesetzte Richtung, um danach wieder zurück in Richtung Yffiniac. Mäharbeiten am Weg stören die natürliche Ruhe, mir bleibt nichts anderes übrig als das zu respektieren denn schließlich profitiere ja auch ich davon. So grüße ich freundlich die Arbeiter, die ziemlich breit grinsend zurück grüßen. Offensichtlich haben sie mich dabei beobachtet wie ich mich durch den schmalen Pfad auf dem Damm kämpfte.

In Yffiniac angekommen, suche ich nach dem Supermarkt, der laut Google geöffnet hat. Ich stehe vor geschlossenen Türen. Super. Der nächste große Markt liegt noch einmal 20 Minuten entfernt. Da ich nicht verhungern möchte, muss ich dahin. Selbst die Pizzeria hat zu. Vor einer Bäckerei entdecke ich erneut einen Pizzaautomaten. Okay. Eine Alternative. Aber erst einmal schauen was noch so geht.

Tatsächlich stehe ich kurz darauf in einem riesigen Supermarkt und nach einer kurzen Diskussion mit der Security darf ich auch meinen Rucksack mit hinein nehmen. Das Abendessen ist gesichert und heute muss ich es auch nur noch zweieinhalb Kilometer auf den nächsten Hügel schleppen. Ich habe eine reizende, aber kleine Unterkunft Und sitze gerade im Garten und schreibe meinen Blog.

Highlight des Tages: das wieder hören von Markus, dass mich sehr zum Lachen gebracht hat. An dieser Stelle gute Besserung Markus und vielleicht auf ein Wiedersehen.

Tag 8 Auf nach Caroual

Beim Frühstück traf ich wiederum auf das Ehepaar von gestern, die mich auch im Bistro ansprachen – also freundlich nickten und „Ah Bonsoir“ sagten und dabei lachten. Heute Morgen dasselbe, nur „Ah Bonjour“ . So ist das mit der Sprachbarriere. Als sie vor mir die Unterkunft verließen hieß es „See you“ – gesehen habe ich sie heute aber nicht mehr…

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Tag 6 Keep on Walking…

Ich habe den Aufenthalt in meinem chicen und doch preiswerten Appartement genossen. Doch war die Nacht unruhig….

Die Tatsache, dass ich mangels Verfügbarkeit und auch aus budgetieren Gründen – ich bin als Backpacker nicht bereit, nur zum schlafen mehr als unbedingt notwendig zu zahlen – lange vor meiner Reise vorbuchen musste und nun an die so geplanten Etappen halten „muss“ lässt natürlich nur begrenzten Freiraum in der Tagesgestaltung zu. Kaum öffentliche Verkehrsmittel und Geschäfte verstärken den Druck der Organisation und Planung. Schade eigentlich. Das erklärt wiederum warum hier keine jungen Leute unterwegs sind. Es gibt einfach keine bezahlbaren Unterkünfte …

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Tag 5 – Ankunft in Notre Dame de Guildo

3:10 Uhr und es fegt ein Hagelsturm über Lancieux. Na toll. Danach ist trotz einer super schönen Unterkunft privat im modernen Bungalow die Nacht fast zu Ende. Völlig umsonst grübele ich über das Wetter nach… aber das bin ich… deshalb bin ich hier!

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Tag 4 Lancieux

Die Nacht war erstaunlich ruhig. Das kleine alte Haus extrem hellhörig aber es war mucksmäuschenstill. Trotzdem habe ich unruhig geschlafen und war sehr früh wach. Im nahe gelegenen Supermarkt erstehe ich eine Banane und ein Sandwich, meine erste Verpflegung heute. Dazu ein Kaffee im Tabakladen am Eck. Den Rucksack fertig gepackt mache ich mich auf den Weg zum Bus de la Mer, die Fähre, die mich nach Dinard bringt. So der Plan.

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Tag 2 Ankommen auf dem GR34

Ich habe lange und gut geschlafen. So ausgestorben der Ort ist so ruhig ist er. Am Morgen noch einen Kaffee bei Pirette, dann geht es los. Es wird heute nicht regnen, aber kalt ist es. Wie im Winter sagt Pirette. Pirette hat meine trockenen Schuhe bereits abmarschfertig bereit gestellt, so richtig warmherzig! Danke Pirette für die Zeit in Deinem Haus!

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Ein Abenteuer in der Bretagne

Frankreich – ein Land, das ich noch nicht bereist bin. Genau genommen hat es mich nie gereizt. Lag es daran, dass meine Schulnote in Französisch nicht die Beste war? Genauer gesagt die schlechteste? – und wenn schon. Es ist eine sehr schöne Sprache und unser Nachbarland hat ausgedehnte Küstenwege, wie den des GR34 zum Beispiel. Wie gemacht für mich als süchtige Küstenwanderin…

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Adeus los pescadores

Am Morgen verlasse ich Lagos in Richtung Bahnhof. Was soll ich sagen. Es regnet und ist nebelverhangen kühl. Das Bad im Rooftop-Pool fällt also auch aus. Die Stimmung gerade ziemlich mies. Die beiden Blasen schmerzen bei jedem Schritt. Trotz der gestern noch gekauften Ultra Compeed Pflaster. Also fahre ich mit einem Antikzug nach Albufeira.

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Drei unterwegs ans Cabo

… noch mal von vorn. Nach einer ruhigen Nacht nehmen Markus und ich ein kleines Frühstück in der Bar gegenüber ein. Die Kaffeemaschine ist leider defekt. Also gibt es einen Orangensaft. Das Casa Mestre war eine sehr schöne und doch preiswerte Unterkunft, sogar mit Pool.

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Tag 10 „Der Weg ist manchmal steinig“

Warum nur begibt man sich immer total unvorbereitet auf einen Trailabschnitt?

Ganz einfach. Weil man hier ist um eben nichts zu planen, nach keiner Uhrzeit oder Outlook-Kalender zu leben. Weil Zeit nur eine Rolle spielt zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Weil jeder Tag ein neuer ist. Mit neuen Herausforderungen, neuen Erkenntnissen und neuen Begegnungen.

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